Sicherungen dienen dazu, den Stromkreis zu unterbrechen, wenn die Stromstärke einen bestimmten Wert überschreitet, und so Bauteile und Leitungen zu schützen, die durch zu hohen Strom beschädigt werden könnten.
Ein plötzlicher Anstieg der Stromstärke wird in der Regel durch einen Fehler im Stromkreis verursacht, meist durch einen Kurzschluss.

Abb. 1. Sicherungs- und Relaiskasten im Fahrzeuginnenraum

Abb. 2. Innenseite des Sicherungsdeckels
Der Sicherungskasten befindet sich unter der Armaturentafel auf der Fahrerseite.
Jede Sicherung schützt einen bestimmten Stromkreis; die Zuordnung ist auf dem Sicherungskastendeckel angegeben.
Im Sicherungskasten sind Flachsicherungen eingebaut, deren Farbe dem Nennstrom der Sicherung entspricht.
Bei einem Ausfall eines elektrischen Bauteils sollte zuerst die entsprechende Sicherung überprüft werden.
Die Funktionsfähigkeit einer Sicherung erkennt man an dem Vorhandensein des Metalldrahtes, der die Kontakte verbindet.
Zum Austausch einer defekten Sicherung schalten Sie zunächst den betreffenden Stromkreis aus und entnehmen Sie die Sicherung mit einer Pinzette aus der Fassung.
Wenn eine neu eingesetzte Sicherung sofort durchbrennt, überprüfen Sie den geschützten Stromkreis.
Wenn eine Sicherung mehrere Stromkreise schützt, müssen diese nacheinander zugeschaltet werden, um durch das Durchbrennen der Sicherung den fehlerhaften Stromkreis zu identifizieren.
Die Heizung und die Klimaanlage haben einen hohen Stromverbrauch; daher ist der Sicherungskasten mit einem Schutzschalter für diese Stromkreise ausgestattet.
Wenn der Schutzschalter den Stromkreis unterbricht, schalten Sie Heizung und Klimaanlage aus, bevor Sie den Resetknopf des Schutzschalters drücken.
Ein Relais ist ein elektronisch gesteuerter Schalter, der üblicherweise wie folgt verwendet wird:
- er schaltet hohe Ströme fern vom Stromkreis, der diesen Strom führt, wodurch dünnere Leitungen und kleinere Schalterkontakte verwendet werden können;
- er verfügt über mehr als einen Steuereingang, im Gegensatz zu einem mechanischen Schalter;
- er übernimmt eine Zeitgeberfunktion, z. B. zur Einstellung des Intervalls der Scheibenwischer.
Fällt ein von einem Relais gesteuerter Stromkreis aus und könnte das Relais die Ursache sein, hören Sie auf das Relaisgeräusch bei eingeschaltetem System.
Wenn das Relais ordnungsgemäß arbeitet, sollten Sie beim Einschalten ein Klicken hören.
Wenn das Relais in Ordnung ist, liegt die Fehlerursache in den Bauteilen oder den Verbindungsleitungen.
Wenn das Relais nicht arbeitet, bedeutet dies, dass es keine Hauptstromversorgung oder keinen Steuerimpuls erhält oder dass das Relais defekt ist.
Die meisten Relais sind im Sicherungs- und Relaiskasten im Motorraum untergebracht.
Einige Spezialrelais sind separat oder in separaten Kästen unter der Armaturentafel oder im Motorraum eingebaut.
Relais
- R — 30 A — Relais des Fensterhebers
- V — 40 A — Relais der Stromverbraucher
Sicherungen
- C — 40 A — Gebläse des Innenraums
- D — 40 A — Impuls-Fensterheber der hinteren Türen oder Fensterheberrelais
- E — 20 A — Elektrischer Antrieb des Schiebedachs
- F — 10 A — ABS- und ESP-Steuergerät
- G — 15 A — Audiosystem, externes Display, Relais der Scheinwerferreinigungsanlage, Zigarettenanzünder (erste Reihe), Sitzheizungselemente, Waschwasserpumpe, Relais der Dieselvorheizung, Bedienteil der Klimaanlage, Klima-Steuergerät, elektrochromer Innenspiegel, Alarmanlage, zentrale Kommunikationseinheit
- H — 15 A — Bremsleuchten
- I — Nicht belegt
- J — 25 A — Elektrischer Fensterheber der Fahrertür
- K — 25 A — Elektrischer Fensterheber der Beifahrertür
- L — 20 A — Sicherung zur Abschaltung von Verbrauchern: Audiosystem, externes Display, Schalter der Außenspiegel, Alarmanlage, Kombiinstrument
- M — 15 A — Hupe, Diagnosestecker, Relais der Scheinwerferreinigungsanlage, Motor des Heckscheibenwischers
- N — 15 A — Motor des Heckscheibenwischers
- O — 20 A — UCH, Kombiinstrument, Klima-Steuergerät, Relais der Zusatzausrüstung
- T — 20 A — Sitzheizungselemente
- S — 3 A — Innenraumgebläse und Temperatursensor, elektrochromer Innenspiegel, Regen- und Lichtsensor (je nach Ausführung)
- U — 20 A — Zentralverriegelung und System zur Blockierung der inneren Türgriffe
Für den Zugang zum Sicherungskasten im Innenraum gehen Sie wie folgt vor:

Abb. 3. Heben Sie den Sicherungskastendeckel unter Überwindung des Widerstands der Verriegelungen an

Abb. 4. Öffnen Sie den Deckel
Lösen Sie bei Bedarf die unteren Halterungen des Deckels und nehmen Sie den Deckel des Sicherungskastens ab.
Auf der Innenseite des Deckels sind die Belegung und die Anordnung der Sicherungen aufgedruckt.

Abb. 5. Entnehmen Sie die Sicherung mit einer Pinzette

Abb. 6. So sieht eine durchgebrannte Sicherung aus
Für den Zugang zum Sicherungskasten der Hauptsicherungen im Motorraum:

Abb. 7. Öffnen Sie die Motorhaube

Abb. 8. Lösen Sie die beiden Befestigungsschrauben des Sicherungskastendeckels

Abb. 9. Nehmen Sie den Deckel ab

Abb. 10. Bauen Sie die Batterie aus
Verwenden Sie zum Austausch der Sicherungen eine Pinzette. Bauen Sie die Teile in umgekehrter Reihenfolge ein.
Aus- und Einbau der Sicherungskästen

Abb. 11. Klemmen Sie den Minuspol der Batterie ab

Abb. 12. Öffnen Sie die Zierabdeckung des Sicherungskastens im Innenraum

Abb. 13. Nehmen Sie die untere linke und die seitliche Verkleidung der Armaturentafel ab

Abb. 14. Entriegeln Sie die zwei Verriegelungen

Abb. 15. Nehmen Sie den Sicherungskasten vom Verstärkerhalter ab und ziehen Sie ihn bis zur Kabellänge heraus
Bauen Sie den Sicherungskasten in umgekehrter Reihenfolge ein.
Ausbau des Sicherungskastens im Motorraum
Klemmen Sie den Minuspol der Batterie ab.

Abb. 16. Lösen Sie die beiden Befestigungsschrauben des Sicherungskastendeckels

Abb. 17. Nehmen Sie den Deckel ab
Bauen Sie die Batterie aus.

Abb. 18. Lösen Sie die Schraube B des Kommunikationsmoduls und schwenken Sie das Modul A zur Seite
Trennen Sie alle Kabelbaumsteckverbinder vom Kommunikationsmodul und nehmen Sie es ab.
Ziehen Sie den Sicherungskasten bis zur Länge der angeschlossenen Kabel heraus.
Bauen Sie den Kasten in umgekehrter Reihenfolge ein.
