Renault Logan Fahrzeuge sind mit einer trockenen Einscheibenkupplung mit zentraler Membranfeder ausgestattet.
Die Kupplungsdruckplatte ist mit sechs Schrauben am Motorschwungrad befestigt. Drei Stifte zentrieren die Druckplatte im Schwungrad. Im Kupplungsgehäuse ist eine Membranfeder aus Federstahl verbaut. Diese besteht aus achtzehn Lamellen, die als elastische Ausrückhebel fungieren. Durch die Elastizität der Lamellen erzeugt die Membranfeder einen gleichmäßigen Druck auf die Kupplungsdruckplatte und ermöglicht ein sanftes Ein- und Auskuppeln. Die Druckplatte muss ausgetauscht werden, wenn die Lamellen der Membranfeder mehr als 0,8 mm abgenutzt sind oder der Pedaldruck beim Auskuppeln nachlässt, was auf erheblichen Verschleiß hinweist. Druckplattenoberfläche oder Setzung der Membranfeder.

Der Kupplungsaktuator dieser Fahrzeuge ist seilzugbetätigt und spielfrei. Das vordere Ende des Seilzugs ist in der Ausrückgabel, das hintere Ende in der Kupplungspedalhalterung befestigt. Das vordere Ende ist mit einem Gewinde versehen und dient zur Einstellung des Ausrückmechanismus. Das Kupplungspedal ist auf einer Welle in der Pedaleinheit montiert. Die Pedalrückholfeder ist ebenfalls auf dieser Achse montiert.
Die Ausrückgabel ist an einem im Kupplungsgehäuse montierten Kugelgelenk gelagert.
Zwischen der Ausrückgabel und den Lamellen der Membranfeder befindet sich ein Ausrücklager.
Die Lagerhülse besitzt zwei Haken, mit denen sie in die Laschen der Ausrückgabel eingreift.
Die Kupplungsantriebskonstruktion arbeitet so, dass das Lager permanent gegen die Lamellen der Membranfeder gepresst wird.
Das Lager bewegt sich frei entlang einer in das Kupplungsgehäuse eingepressten Führungshülse.
Die Kupplung wird wie folgt gelöst:
Beim Betätigen des Kupplungspedals dreht der Seilzug die Ausrückgabel, wodurch sich das Lager entlang der Führungshülse bewegt.
Das Lager drückt gegen die Lamellen der Membranfeder. Federn.
Die sich verformende Feder drückt die Druckplatte nicht mehr gegen das Schwungrad, und die Druckplatte bewegt sich vom Schwungrad weg. Dadurch können sich die Kurbelwelle des Motors und die Getriebeeingangswelle unabhängig voneinander drehen.
Beim Loslassen des Kupplungspedals kehrt das Lager in seine Ausgangsposition zurück. Dadurch drückt die Membranfeder wieder auf die Druckplatte, die wiederum die Mitnehmerscheibe gegen das Schwungrad presst – die Drehmomentübertragung wird also wieder aufgenommen.

Die Mitnehmerscheibe 1 ist auf der Verzahnung der Getriebeeingangswelle montiert und wird von einer Membranfeder zwischen Schwungrad und Druckplatte eingeklemmt.
Ausrücklager 3 ist ein geschlossener Typ, der während des Betriebs keine Schmierung benötigt. Sie ist auf einer in die Kupplungsgehäusebohrung eingepressten Führungshülse montiert.
Die Führungshülse ist eine einteilige Einheit, die einen Öldichtring und das vordere Lager der Eingangswelle umfasst.
Das Lager wird von der Gabel 6 bewegt, die auf einem in das Kupplungsgehäuse eingeschraubten Kugelgelenk montiert ist.
Die Gabel wird ohne zusätzliche Befestigung in die Nuten der Lagerhülse eingesetzt.

Der freie Arm der Ausrückgabel, der im Kupplungsgehäuse mit einer Gummimanschette abgedichtet ist, wird vom Ausrückseil 4 betätigt, dessen anderes Ende am Kupplungspedalsektor 5 befestigt ist.
Der Pedalweg wird während des Betriebs angepasst, indem die Der Verschleiß der Mitnehmerscheibenbeläge wird über eine Einstellmutter am Gewindeende des Seilzugs reguliert.
Die Kupplungen der 1,4- und 1,6-Liter-Motoren sind baugleich und unterscheiden sich lediglich im Durchmesser der Mitnehmer- und Druckscheiben.
Beim 1,4-Liter-Motor beträgt der Durchmesser 180 mm, beim 1,6-Liter-Motor 200 mm.
Der Arbeitsweg des äußeren Ausrückhebels variiert ebenfalls geringfügig: Beim 1,4-Liter-Motor liegt er zwischen 28 und 33 mm, beim 1,6-Liter-Motor zwischen 30 und 35 mm.
Mögliche Fehlfunktionen bei Kupplungsprobleme und deren Behebung
Ruckeln beim Anfahren
Kupplungsseil klemmt – Motoröl auf das Seil auftragen.
Ist das Kabel beschädigt, ersetzen Sie es.
Die Abtriebsscheibe klemmt auf der Getriebeeingangswelle – Reinigen Sie die Verzahnung von Schmutz und beheben Sie kleinere Beschädigungen mit einer Feile.
Sind die Verzahnung stark abgenutzt oder beschädigt, ersetzen Sie die Scheibe oder die Getriebeeingangswelle.
Tragen Sie vor der Montage SHRUS-4-Fett auf die Verzahnung auf.
Verformung der Abtriebsscheibe – Ersetzen Sie die Abtriebsscheibe.
Lockere Reibbeläge der Abtriebsscheibe, starker Verschleiß oder Risse in den Belägen – Ersetzen Sie die Abtriebsscheibe.
Verlust der Elastizität der Federplatten der Abtriebsscheibe – Ersetzen Sie die Abtriebsscheibe.
Deutliches Setzen oder Brechen der Federn des Drehschwingungsdämpfers, Verschleiß der Federfenster – Ersetzen Sie die Abtriebsscheibe.
Schrammen an den Laufflächen des Schwungrads oder der Druckplatte – Ersetzen Sie das Schwungrad oder das Kupplungsgehäuse mit der Druckplattenbaugruppe (Kupplungskorb).
Verölte Laufflächen der Reibbeläge der Mitnehmerscheibe – Waschen Sie die öligen Flächen gründlich mit Testbenzin oder Benzin und trocknen Sie sie ab.
Ersetzen Sie eine stark verölte Mitnehmerscheibe.
Beseitigen Sie die Ursache der Ölverschmutzung.
Rasseln, Klopfen oder Geräusche beim Einkuppeln
Deutliches Setzen oder Brechen der Federn des Drehschwingungsdämpfers, Verschleiß der Federscheiben – Mitnehmerscheibe ersetzen
Verformung der Mitnehmerscheibe – Mitnehmerscheibe ersetzen
Lockere Reibbeläge der Mitnehmerscheibe, starker Verschleiß oder Risse in den Belägen – Mitnehmerscheibe ersetzen
Verstärkte Geräusche beim Auskuppeln
Verschlissenes, beschädigtes oder austretendes Fett am Ausrücklager – Lager ersetzen
Die Kupplung rutscht (schließt nicht vollständig), wenn das Gaspedal stark betätigt wird, der Motor dreht hoch, aber das Fahrzeug beschleunigt nicht
Ölverschmutzung des Schwungrads, der Kupplungsdruckplatte und der Reibbeläge der Mitnehmerscheibe – Ölige Oberflächen reinigen. Mit Benzin bestreichen und trocken wischen.
Eine stark verölte Kupplungsscheibe ersetzen. Die Ursache der Verölung beseitigen.
Verlust der Membranfederkraft – Mitnehmerscheibe (Korb) ersetzen.
Starker Verschleiß oder Verbrennung der Reibbeläge der Mitnehmerscheibe – Mitnehmerscheibe ersetzen.
Beschädigter oder klemmender Kupplungsantrieb – Jegliches Klemmen beseitigen. Antriebskomponenten ggf. ersetzen.
Die Kupplung schleift (trennt nicht vollständig), das Schalten in den Vorwärtsgang ist schwierig und der Rückwärtsgang schaltet geräuschvoll, obwohl das Getriebe einwandfrei funktioniert.
Falsche Kupplungseinstellung (zu geringer Pedalweg) – Kupplung einstellen.
Der Kupplungszug klemmt – Motoröl auf den Zug auftragen. Ist das Kabel beschädigt, ersetzen Sie es.
Lockere Nieten oder gebrochene Reibbeläge, verzogene Mitnehmerscheibe (axialer Rundlauf größer als 0,5 mm) – Mitnehmerscheibe ersetzen.
Starker und ungleichmäßiger Verschleiß, Riefen auf den Laufflächen des Schwungrads oder der Kupplungsdruckplatte – Schwungrad ersetzen.
Ist die Oberfläche der Druckplatte beschädigt, ersetzen Sie das Gehäuse mit der Druckplattenbaugruppe (Kupplungskorb).
Verformung oder Verzug der Druckplatte – Druckplattengehäusebaugruppe (Kupplungskorb) ersetzen.
Die Mitnehmerscheibennabe sitzt fest auf der Getriebeeingangswelle – Verzahnung von Schmutz befreien und kleinere Beschädigungen mit einer Feile ausbessern.
Sind die Verzahnung stark verschlissen oder beschädigt, ersetzen Sie die Mitnehmerscheibe oder die Getriebeeingangswelle.