Allgemeine Informationen

Der Austausch des Zahnriemens am Renault Megane wird vom Hersteller nach 60 000 km Laufleistung empfohlen.

Wichtig! Die Methode zum Austausch des Zahnriemens wird durch die Art der Passfederverbindung am Ende der Kurbelwelle bestimmt. Die Verbindung kann mit Passfeder oder ohne Passfeder sein.

In diesem Artikel wird die Einstellung der Steuerzeiten beim Einbau eines Zahnriemenrads MIT PASSFEDER behandelt.

Austausch des Antriebsriemens des Steuertriebs (Riemenscheiben mit Passfeder)

Vorbereitende Arbeiten

Vorsichtsmaßnahmen: Zum Austausch des Riemens stellen wir das Fahrzeug auf eine Hebebühne. Die Vorarbeiten sind dieselben wie beim Einbau des Riemens mit Riemenscheiben ohne Passfeder.

Fahrzeug auf der Hebebühne
Wir stellen das Fahrzeug auf eine Hebebühne
Abklemmen der Batterie
Wir klemmen die Batterie ab
Ausbau des rechten Vorderrads
Wir bauen das rechte Vorderrad aus

Ausbau des Innenkotflügels: Der Innenkotflügel besteht aus zwei Teilen. Nur der vordere Teil muss ausgebaut werden. Er ist mit zwei selbstschneidenden Schrauben und 5 Clipsen befestigt.

Herausdrehen der Muttern der Verstärkerbefestigung
Mit einem Schlüssel 13 drehen wir vier Muttern der Befestigung des Verstärkers heraus und bauen ihn aus

Ausbau des Riemens der Nebenaggregate: Mit einem Schlüssel 16 drehen wir die Spanneinrichtung des Riemens der Zusatzantriebe und bauen den Riemen aus (siehe Artikel Austausch des Nebenaggregatriemens des Renault Megane 2).

Herausdrehen der Schraube der Kurbelwellenriemenscheibe
Wir drehen die Schraube der Befestigung der Riemenscheibe des Zusatzgeräteantriebs heraus

Blockierung der Kurbelwelle: Um die Schraube herauszudrehen, muss die Kurbelwelle gegen Verdrehen blockiert werden. Dazu muss ein Helfer im mechanischen Getriebe den höchsten Gang einlegen, das Bremspedal drücken und die Feststellbremse anziehen. Wenn sich die Schraube dabei wegen des Verdrehens der Kurbelwelle nicht herausdrehen lässt, muss die Welle festgesetzt werden.

Markierung der Pendelaufhängungsstützen
Bild. Markierung der Pendelaufhängungsstützen

Ausbau der Pendelaufhängungsstütze: Wir heben den Motor mit dem Wagenheber an oder hängen ihn an der Hebeöse auf. Um die Stütze zu entnehmen, muss der Motor angehoben und abgesenkt werden, sonst stört das Klimaanlagenrohr.

Ausbau der Schutzabdeckungen
Wir bauen die Kunststoffschutzabdeckungen aus, wir bauen den Unterbodenschutz aus
Ausbau des Luftkanals des Luftfilters
Wir bauen den Luftkanal des Luftfilters aus

Ausbau der Drosselklappeneinheit: siehe Artikel Wie man die Drosselklappeneinheit des Renault Megane 2 ausbaut und reinigt.

Einstellung auf OT und Ausbau des Riemens

Verschlussstopfen der Nockenwelle
Bild. Verschlussstopfen der Nockenwelle

Ausbau der Verschlussstopfen: Wir hebeln mit einer dünnen Klinge an und entnehmen die Verschlussstopfen der Nockenwellen. Die Verschlussstopfen sind Deckel aus dünnem Aluminium, die mit Gummi überzogen sind. In der Mitte der Verschlussstopfen befinden sich Gummischeiben.

Wichtig! Man kann diese Verschlussstopfen auch entfernen und durch die entstandenen Öffnungen mit einem Flachschraubendreher die Verschlussstopfen anheben und entnehmen. In diesem Fall muss man jedoch passende Gummiverschlussstopfen im entsprechenden Durchmesser auswählen und diese Öffnungen verschließen.

Einstellung auf OT: Um die Steuerzeiten nicht zu verstellen, müssen vor dem Ausbau des Zahnriemens F4R die Kurbelwelle und die Nockenwellen in die OT-Position (oberer Totpunkt des Verdichtungstakts des 1. Zylinders) gebracht werden.

Zum Drehen der Kurbelwelle setzen wir die Schraube der Befestigung der Riemenscheibe des Nebenaggregatantriebs an ihren Platz und legen zwischen Schraube und Stirnfläche ein Zwischenstück (Buchse oder einen Satz Scheiben) ein. Die Kurbelwelle kann auch durch Drehen des an seinen Platz gesetzten rechten Vorderrads im Uhrzeigersinn bei im Schaltgetriebe eingelegtem höchsten Gang gedreht werden. Zur Erleichterung des Drehens der Welle drehen wir die Zündkerzen heraus.

Einbau des Werkzeugs Mot.1496
In der OT-Position muss das Werkzeug Mot.1496 an den Nockenwellenenden fixiert werden

Wenn kein Werkzeug vorhanden ist: Es kann aus einer Metallplatte mit 5 mm Dicke nach Zeichnung hergestellt werden.

Platz für das Werkzeug Mot.1054
Bild. Platz für das Werkzeug Mot.1054 zur Blockierung der Kurbelwelle

Wir drehen den Stopfen aus der Öffnung im Zylinderblock heraus. Er befindet sich rechts vom Ölmessstab.

Einbau des Kurbelwellenfixierers
Wir setzen das Werkzeug Mot.1054 ein, das die Kurbelwelle in der OT-Position des ersten Zylinders fixieren muss

Wenn kein Werkzeug vorhanden ist: Man kann eine Schraube oder einen Stab mit 8 mm Durchmesser und mindestens 70 mm Länge verwenden.

Lage der Nut der Kurbelwelle
Die Nut der Kurbelwelle (1) muss zwischen zwei Rippen (2) liegen
Einbau der neuen Spannrolle
Setzen Sie die neue Spannrolle ein und stecken Sie den Vorsprung (1) der Rolle korrekt in die Nut (2)
Zahnriemenrad der Kurbelwelle mit integrierter Passfeder
Bild. Zahnriemenrad der Kurbelwelle mit integrierter Passfeder

Bauen Sie das Zahnriemenrad der Kurbelwelle mit integrierter Passfeder ein.

Einbau des neuen Riemens und der Umlenkrolle
Bauen Sie den neuen Riemen und die neue Umlenkrolle (Rollen) ein

Ziehen Sie die Schrauben der Umlenkrollenbefestigung mit dem empfohlenen Moment an.

Spannen des Riemens

Wichtig! Drehen Sie die Spannrolle nicht gegen den Uhrzeigersinn.

Ausrichtung der Markierungen an der Spannrolle
Richten Sie die Markierungen (2) und (3) an der Spannrolle aus, indem Sie einen Sechskantschlüssel 6 mm in Pos. 1 einsetzen
Lösen und Spannen des Zahnriemens
Bild. Lösen und Spannen des Zahnriemens mit Hilfe der Spanneinrichtung

Anzugsmoment: Ziehen Sie die Mutter der Achsenbefestigung der Spannrolle mit einem Moment von 7 N·m an.

Einbau der Nockenwellenzahnräder (falls ausgebaut)

Wenn die Nockenwellenzahnräder ausgebaut wurden (z. B. bei der Reparatur des Zylinderkopfs):

Werkzeug Mot.1509 zur Blockierung der Riemenscheiben
Bauen Sie das Werkzeug Mot.1509 zur Blockierung der Zahnriemenräder der Nockenwellen ein
  • Ziehen Sie die Schraube und die Mutter mit Bund (1) an.
  • Drehen Sie die Muttern der Zahnräder bis zum Anliegen an den Zahnriemenrädern der Nockenwellen ein.
  • Ziehen Sie die Muttern (2) der Zahnradbefestigung mit einem Moment von 80 N·m an.
  • Ziehen Sie die alten Muttern der Nockenwellen-Riemenscheibenbefestigung mit einem Moment von 30 N·m an.
Anbringen von Kontrollmarkierungen
Bringen Sie mit einem Bleistift Markierungen zwischen den Zahnriemenrädern der Nockenwellen und dem Zylinderkopfdeckel an

Bauen Sie das Werkzeug zur Fixierung der Nockenwelle Mot.1496 und das Werkzeug zur Fixierung der Zahnriemenräder Mot.1509 aus. Drehen Sie die Kurbelwelle zwei Umdrehungen im Uhrzeigersinn, von der Antriebsseite aus gesehen.

Prüfung der Riemenspannung

Prüfung: Setzen Sie vor dem Abschluss der zweiten Umdrehung (d. h. einen halben Zahn vor den zuvor angebrachten Markierungen) den OT-Fixierer Mot.1054 zwischen der Ausgleichsöffnung und der Öffnung zur Blockierung der Kurbelwelle ein.

Einbau des OT-Fixierers
Bauen Sie den OT-Fixierer Mot.1054 ein

Fixieren Sie den Steuertrieb in der Position der Steuerzeiteneinstellung. Vergewissern Sie sich der Ausrichtung der Markierungen der Spannrolle. Andernfalls wiederholen Sie die Einstellung der Riemenspannung.

Erneute Einstellung der Spannung (bei Bedarf)

  1. Bauen Sie das Werkzeug Mot.1496 zur Blockierung der Nockenwellen ein.
  2. Bauen Sie das Werkzeug Mot.1509 zur Blockierung der Zahnriemenräder ein.
  3. Ziehen Sie die Schraube und die Mutter mit Bund (1) an.
  4. Drehen Sie die Muttern der Zahnräder bis zum Anliegen an den Zahnriemenrädern ein.
  5. Ziehen Sie die Muttern der Zahnräder (2) mit einem Moment von 80 N·m an.
  6. Drehen Sie die alten Muttern der Zahnriemenräderbefestigung heraus.
  7. Bauen Sie das Werkzeug Mot.1509 aus.
  8. Richten Sie die Markierungen (2) und (3) an der Spannrolle aus, nachdem Sie die Mutter der Achsenbefestigung um nicht mehr als eine Umdrehung gelöst haben, und halten Sie die Rolle mit einem Sechskantschlüssel 6 mm.
  9. Ziehen Sie die Mutter der Spannrollenbefestigung endgültig an.
  10. Bauen Sie das Werkzeug Mot.1509 ein.
  11. Ziehen Sie die Schraube und die Mutter mit Bund (1) an.
  12. Drehen Sie die Muttern der Zahnräder bis zum Anliegen ein.
  13. Ziehen Sie die Muttern der Zahnräder (2) mit einem Moment von 80 N·m an.
  14. Entfernen Sie die alten Muttern der Zahnriemenräderbefestigung.
  15. Bauen Sie die neuen Muttern an den Nockenwellen-Riemenscheiben ein.
  16. Ziehen Sie die Muttern der Zahnriemenräderbefestigung mit dem erforderlichen Moment an.
  17. Bauen Sie das Werkzeug Mot.1496 aus.
  18. Drehen Sie die Muttern der Zahnriemenräderbefestigung um den erforderlichen Winkel weiter.
  19. Bauen Sie den OT-Fixierer Mot.1054 und das Werkzeug Mot.1509 aus.
  20. Drehen Sie die Kurbelwelle zwei Umdrehungen im Uhrzeigersinn.

Prüfung der Einstellung der Steuerzeiten

Prüfung der Ausrichtung der Markierungen der Spannrolle
Vergewissern Sie sich vor der Prüfung der Einstellung der Steuerzeiten der Ausrichtung der Markierungen (1) und (2) der Spannrolle
OT-Fixierer Mot.1054
Bauen Sie den OT-Fixierer Mot.1054 ein

Vergewissern Sie sich, dass die zuvor an den Zahnriemenrädern der Nockenwellen angebrachten Markierungen ausgerichtet sind.

Lage der Nuten der Nockenwellen
Die Nuten mit versetzter Achse müssen nach unten gerichtet und in waagerechter Position eingestellt sein
Einbau des Werkzeugs Mot.1496 zur Prüfung
Bauen Sie (ohne Kraftaufwand) das Werkzeug Mot.1496 zur Blockierung der Nockenwellen ein

Wichtig! Wenn das Werkzeug nicht eingebaut werden kann, müssen die Steuerzeiten erneut eingestellt und die Spannung des Antriebsriemens des Steuertriebs reguliert werden.

Tipp: Der Artikel erscheint schwer verständlich, aber wenn man ihn mehrmals liest und alles der Reihe nach macht, ist nichts kompliziert.